Rente mit 69: Was die Reformpläne für Jahrgänge bedeuten

Rente mit 69: Was die Reformpläne für Jahrgänge bedeuten

Die geplante Reform könnte den Ruhestand vieler Menschen deutlich nach hinten verschieben: Die Rentenkommission empfiehlt, das Renteneintrittsalter ab 2032 schrittweise an die steigende Lebenserwartung anzupassen.

Nach dem sogenannten Zwei-zu-eins-Modell würde ein zusätzliches Lebensjahr bedeuten, dass Menschen acht Monate länger arbeiten und vier Monate länger Rente beziehen. Die Rente mit 69 wäre nach heutigen Prognosen allerdings erst um 2071 erreicht.

- Die Rentenkommission präsentiert 33 Empfehlungen.

- Das Rentenalter soll an die Lebenserwartung gekoppelt werden.

- Bei einem zusätzlichen Lebensjahr sollen Menschen acht Monate länger arbeiten.

- Für heute 20-Jährige könnte die Regelaltersgrenze bei knapp 69 Jahren liegen.

- Die Tabelle zeigt Modellrechnungen auf Basis heutiger Bevölkerungsprognosen.

- Ein Rechner zeigt das persönliche Renteneintrittsalter nach dem aktuellen Modus und dem neuen Modell.

Die folgenden Angaben sind Modellrechnungen auf Basis heutiger Bevölkerungsprognosen und der bekannten Eckpunkte der Kommission. Steigt die Lebenserwartung um ein Jahr, sollen die Menschen nach den Vorschlägen acht Monate länger arbeiten und vier Monate länger Rente beziehen.

Nach den heutigen Prognosen würde die Regelaltersgrenze nur langsam steigen. Die Rente mit 69 wäre demnach erst um 2071 erreicht, die Rente mit 70 sogar erst um 2091.

Die Kommission nennt bewusst keine festen Jahreszahlen. Lebenserwartung, Geburtenrate und Arbeitsmarkt lassen sich über Jahrzehnte hinweg nicht zuverlässig vorhersagen.

Die Modellrechnungen beruhen auf der mittleren Annahme der 16. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts.

Die Tabelle ist mobil horizontal scrollbar.

Für die Rentenplanung besonders wichtig ist die Lebenserwartung ab 65. Auch sie soll nach den Prognosen deutlich steigen.

Jahr 2024

- Männer ab 65: 18,0 Jahre

- Frauen ab 65: 21,1 Jahre

Jahr 2070

- Männer ab 65: 21,7 Jahre

- Frauen ab 65: 24,4 Jahre

Hinter den Überlegungen steht die steigende Lebenserwartung. Während Männer in Deutschland 1970 im Schnitt rund 67 Jahre alt wurden und Frauen etwa 73 Jahre, liegen die Werte heute bei knapp 79 beziehungsweise 83,5 Jahren. Nach den mittleren Prognosen dürfte die Lebenserwartung bis 2070 weiter steigen.

Nach Ansicht der Kommission muss ein Teil der zusätzlich gewonnenen Lebenszeit in längeres Arbeiten fließen, damit die gesetzliche Rente langfristig finanzierbar bleibt.

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