Fast eine Million Pfund im Rententopf: Stuart arbeitet Teilzeit

Fast eine Million Pfund im Rententopf: Stuart arbeitet Teilzeit

Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Berufsleben ist für viele Arbeitnehmer ein Traum, besonders wenn die finanzielle Absicherung bereits steht. Stuart Fearn zeigt jedoch, dass ein gefülltes Rentenkonto nicht zwingend in den sofortigen Ruhestand führen muss. Der 57-jährige Brite verfügt über fast eine Million Pfund (1.164.855 Euro) in seiner Altersvorsorge und arbeitet dennoch bewusst in reduziertem Umfang weiter.

Fearn aus dem nordenglischen North Shields hat sich für einen Übergang in den Ruhestand entschieden. Der weiterhin aktive Chief Commercial Officer der Bankplattform OneBanx hat seine wöchentliche Arbeitszeit auf 20 Stunden halbiert. Ausschlaggebend für diesen Schritt waren laut Fearn gesundheitliche Probleme in der Vergangenheit, die ihn zum Umdenken bewegten.

Die zusätzliche Freizeit nutzt der dreifache Vater auch für ehrenamtliche Tätigkeiten in regionalen Stiftungen. Im Jahr 2020 wurde er für seinen ehrenamtlichen Einsatz während der Corona-Pandemie mit dem britischen Verdienstorden MBE (Member of the Order of the British Empire) ausgezeichnet.

Ein vollständiger Verzicht auf das Erwerbseinkommen kam für den Banktechnologen nicht infrage. Fearn lebt mit seiner Ehefrau Kirsty und der 16-jährigen Tochter zusammen, während zwei Kinder bereits ausgezogen sind. Auch familiäre Verpflichtungen spielen eine wichtige Rolle bei seinen finanziellen Planungen. „Ich möchte den Lebensstil unserer Familie nicht beeinträchtigen, da wir sehr gerne in den Urlaub fahren“, erklärt der 57-Jährige.

Die Altersvorsorge tastet Fearn nach eigenen Angaben noch nicht an. Stattdessen bestreitet er seinen Lebensunterhalt zum Teil mit dem laufenden Arbeitseinkommen und ergänzt dieses bei Bedarf durch Ersparnisse. Der Großteil seines Vermögens stammt aus einer leistungsorientierten Betriebsrente aus seiner früheren Tätigkeit im Eisenbahnsektor.

Fast eine Million Pfund im Rententopf: Stuart arbeitet Teilzeit

Auch in Deutschland muss der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand nicht zwingend von einem Tag auf den anderen erfolgen. Die Deutsche Rentenversicherung nennt unter anderem die Teilrente als Möglichkeit. Versicherte können zwischen zehn und 99,99 Prozent ihrer Vollrente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten.

Eine weitere Möglichkeit ist die Altersteilzeit. Dabei können Beschäftigte ihre Arbeitszeit grundsätzlich ab 55 Jahren auf die Hälfte reduzieren – allerdings nur, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer dies freiwillig vereinbaren.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von der persönlichen finanziellen Situation, dem gewünschten Arbeitsumfang und dem Zeitpunkt des geplanten Rentenbeginns ab. Für Menschen, die weiterarbeiten, aber mehr Zeit für Familie, Reisen oder andere Interessen gewinnen möchten, können solche Modelle einen schrittweisen Übergang ermöglichen.

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