Charles Spencer sorgt mit einer brisanten Aussage über König Charles für neue Unruhe. „Ich weiß eine Menge Dinge über den König, die ich nicht in das Buch aufgenommen habe, weil sie nicht relevant waren“, erklärte der Bruder von Prinzessin Diana, der kürzlich seinen Neffen Prinz Harry verteidigte.
Kuenssberg hakte nach: „Klingt das nicht wie eine Drohung mit möglicherweise schädlichen Informationen?“ Spencer widersprach entschieden: „Überhaupt keine Drohung, das ist einfach die Realität.“ Er habe lediglich darauf verzichtet, bestimmte Dinge aufzunehmen. Hätte er das Buch reißerischer gestalten wollen, hätte er noch mehr Material zur Verfügung gehabt.
Im Mittelpunkt des Streits steht Spencers Darstellung eines Telefonats mit dem damaligen Prinzen Charles nach Dianas Tod 1997. Laut seinem Buch habe Charles, der vor Kurzem einen Millionen-Deal abgeschlossen hat, am Telefon wie ein „Lottogewinner“ geklungen und gesagt: „Sei versichert, wir werden sie schnell genug vergessen.“
Spencer beschrieb den Tonfall als „freudig erregt“. In dem Interview schränkte er allerdings ein, dass er nicht wissen könne, was Charles tatsächlich gedacht habe: „Ich kann nicht sicher sein. Ich sage, dass das, was ich aus dem Tonfall schließe, eine Möglichkeit ist – und das ist alles, was ich tun kann.“
Die Darstellung sorgte für eine ungewöhnlich deutliche Reaktion des Buckingham-Palasts. Dieser erklärte, „brüderliche Trauer“ könne Vernunft, Urteilsvermögen und Erinnerungen beeinflussen. Spencer wies den Vorwurf zurück und fragte provokant: „Ist er wütend – oder ist er peinlich berührt?“
Besonders brisant bleibt die Frage, welche Informationen Spencer nach eigener Aussage zurückgehalten hat. Seine Bemerkung legt zumindest nahe, dass sein Buch nicht sämtliche Details enthält, die er über den König besitzt.
Auch zu William und Harry, die einen „sehr, sehr kalten Krieg“ führen sollen, deutete Spencer an, dass seine Aussagen für die Prinzen nicht völlig überraschend kommen dürften. „Ich spreche nicht gerne darüber, was ich mit William und Harry besprochen habe, aber das wird keine Überraschung für sie sein.“ Berichten zufolge soll Prinz William, der Millionen in die Zukunft eines Dorfes investiert, alles andere als begeistert von der Veröffentlichung des neuen Buches seines Onkels sein.
