Für Andrea Ballschuh ist ein beruflicher Traum in einer finanziellen Krise geendet: Die 54-jährige ZDF-Moderatorin meldete am 5. Februar 2026 Privatinsolvenz an. Ihre Schulden beliefen sich zu diesem Zeitpunkt auf 230.000 Euro.
Ballschuh hatte sich 2019 als Videocoach selbstständig gemacht und zunächst erfolgreich gearbeitet. 2022 eröffnete sie ein großes Videostudio. Rückblickend sagt sie: „Das war ein Fehler.“ Kurz vor dem Start zerstritt sie sich mit ihrer damaligen Geschäftspartnerin und musste anschließend allein weitermachen. „Ich habe gefühlt Tag und Nacht gearbeitet, musste aber feststellen: Das reicht nicht.“ Die Ausgaben seien zu hoch gewesen.
Wie lange sie versuchte, die Insolvenz noch abzuwenden, zeigt ein aktueller Beitrag auf ihrem LinkedIn-Profil. Anlass war ein Gespräch mit den Unternehmern Dominik Jansen und Marco Franz. Ballschuh schreibt darin: „Ich habe 2 Jahre lang gekämpft, um meine eigene Insolvenz zu verhindern.“ Sie habe in dieser Zeit weiter „stumpf abgearbeitet“, was ihr keine Freude mehr gemacht habe – „wegen des Geldes“.

Der Gedanke an die Insolvenz belastete Ballschuh schwer. Besonders der mögliche Imageverlust habe ihr „unfassbare Angst“ gemacht. Die Situation sei für sie eine „Hölle“ gewesen und habe sie „fast in den Burn-out“ gebracht.
Heute geht die Moderatorin bewusst öffentlich mit ihrer finanziellen Krise um. Sie möchte anderen Betroffenen Mut machen und zeigen, dass eine Insolvenz auch eine Chance für einen Neuanfang sein kann.
Nach eigenen Angaben stehen Ballschuh monatlich 1.500 Euro zur Verfügung, der Rest ihrer Honorare geht an den Insolvenzverwalter. Ihre bisherige Wohnung mit einer Miete von 1.600 Euro musste sie deshalb aufgeben und zu ihrem Freund ziehen. Auch ihre private Krankenversicherung konnte sie sich nicht mehr leisten.

Beruflich ist Ballschuh weiterhin im Fernsehen präsent. Sie gehört zum Vertretungsteam von „Volle Kanne – Service täglich“ und war bis 2023 auch als Vertretungsmoderatorin bei „hallo Deutschland“ im ZDF im Einsatz.
Daneben arbeitet die Moderatorin als Medien- und Präsenztrainerin. Auch ihr Glaube habe ihr in der schwierigen Zeit Halt gegeben. „Als die Ängste besonders groß waren, habe ich zu Gott gefunden. Ich habe mich in Gottes Arme fallen lassen“, sagt sie.
Ballschuh ist nicht der einzige Promi mit finanziellen Problemen: Auch Jenny Elvers spricht über ihre Schulden – „Wir reden hier von einer Summe in Millionenhöhe“.
